Vergleichswert: 0,16 €/m²/Monat
So viel kosten Müllgebühren laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds im Bundesschnitt (Abrechnungsjahr 2024). Rechne deine Abrechnung um: Jahresbetrag der Position ÷ Wohnfläche ÷ 12. Werte deutlich darüber sind ein Prüfsignal, kein Beweis, aber ein guter Grund für Belegeinsicht.
BetrKV §2 Nr. 8 · DMB Betriebskostenspiegel 2024
Was dein Vermieter umlegen darf
- Kommunale Gebühren für Rest-, Bio- und Papiermüll
- Betrieb von Müllschluckern und Müllmanagement-Systemen
- Laufende Containermiete
Was NICHT in die Abrechnung gehört
- Einmalige Entrümpelungen (z. B. nach einem Auszug)
- Anschaffung von Mülltonnen oder Containern
Worauf du besonders achten solltest
Streit gibt es oft um Sperrmüll: Die laufende Beseitigung wild abgestellten Mülls kann umlagefähig sein, eine einmalige Aktion nicht. Prüfenswert ist auch die Tonnengröße – das Wirtschaftlichkeitsgebot (§556 Abs. 3 BGB) verpflichtet den Vermieter zu angemessenen Behältervolumina.
So prüfst du die Position in 3 Schritten
- Umrechnen: Jahresbetrag ÷ Wohnfläche ÷ 12 = dein Wert in €/m²/Monat.
- Vergleichen: Bundesschnitt für Müllgebühren: 0,16 €/m²/Monat. Mehr als ~30 % darüber? Prüfen.
- Belege einsehen: Nach §259 BGB kannst du die Originalrechnungen einsehen; bis dahin besteht in der Regel ein Zurückbehaltungsrecht an einer Nachzahlung.